112 Generalversammlung

 

Anlässlich der 112 Generalversammlung der Wörnitz-Fischereigenossenschaft am 10.01.2020 in Rudelstetten, berichtet der Vorsitzende Hubert Wagner, dass sich die Folgen der Klimaveränderung bereits in den Gewässern bemerkbar machen. Wie Wagner erklärt, hat sich das langjährige Mittel der Wassertemperaturen der Wörnitz und Eger seit einigen Jahren um 2 bzw. 3 OC erhöht.

 

 Wie Hubert Wagner weiter berichtet, steht uns die Klimaerwärmung unwiderruflich ins Haus deshalb sind alle Maßnahmen am Gewässer auch daran zu orientieren, dass eine Wassererwärmung möglichst verhindert wird und die Gewässer ökologisch mit entsprechenden Maßnahmen aufgewertet werden.  So ist eine Beschattung der Gewässer durch entsprechende Bepflanzung dringend notwendig.  Sofern den Fischen keine thermischen und strukturellen Rückzugsmöglichkeiten geboten werden, sind künftige Belastungen und Bestandseinbußen unausweichlich. Wagner hofft, auf eine Verbesserung der degradierten Lebensräume damit die Fische auch in Zukunft eine Chance haben.

 

Zum Fischereijahr 2019 führt Wagner aus, dass der Sauerstoffgehalt im Wasser von dessen Temperatur abhängt. Je höher diese ist, desto weniger Sauerstoff kann gebunden werden. Durch die vorgenannten witterungsbedingten Gegebenheiten kam es zusätzlich zu einem erhöhten Stoffwechsel aller im Wasser lebenden Organismen.  Dies bewirkte weiteres absinken des Sauerstoffgehalts. Das kann soweit gehen, dass er für höhere Organismen nicht mehr ausreicht und sie bemerkt oder unbemerkt verenden.

 

Wie Wagner weiter ausführt, werden die Bemühungen um einen artenreichen, ausgewogenen Fischbestand in Wörnitz und Eger immer noch durch Kormoran und vermehrt auch durch Gänsesäger negativ beeinflusst. In diesem Zusammenhang bedankt sich Wagner bei den Jägern für die Unterstützung bei der Vergrämung.

 

Wagner ist der Meinung, dass neben der Verbesserung der Gewässerstrukturen auch ein ausgewogener Ergänzungs- und Initialbesatz zur Erhaltung eines guten Fischbestandes erforderlich ist. So wurde nach seinen Angaben im vergangenen Jahr für insgesamt 75.165 € Fische in die Gewässer der Genossenschaft eingesetzt.

 

Im Anschluss an den Bericht zur Arbeit der Vorstandschaft richtet Herr BM Schmid aus Alerheim, ein Grußwort an die Versammlung. Er bedankt sich für das Engagement der Fischerei und fordert dazu auf, zur Erreichung der Ziele und zur Unterstützung, sich auch an die Politiker und die Kommunen zu wenden.

 

Nach dem Kassenbericht und der Entlastung der Vorstandschaft folgt ein Bericht über die Tätigkeit der Fischereiaufseher. Wie berichtet wurde kam es wiederholt zu Verstößen gegen das Fischereigesetz. Bei der Ahndung der Verstöße haben die Fischereiaufseher keinen Ermessensspielraum. Alle Berichte müssen zur Entscheidung der Fischereibehörde vorgelegt werden.

 

Der Schriftführer, Kurt Strauß, stellt anhand einer PowerPoint Präsentation die Auswertung der Fang- und Besatzergebnisse für das Jahr 2018 vor. Demnach wurden insgesamt 8807 kg Fische gefangen und 5405 kg besetzt.  Die Spitzenreiter beim Fang waren Karpfen, Wels und Hecht. Bemängelt wurde, dass weniger Fangdaten zur Auswertung abgegeben wurden wie in den vergangenen Jahren. Der Fischereifachberater des Bezirks Schwaben, Herr Dr. Born wies ergänzend daraufhin, wie wichtig diese Fangstatistiken als Grundlagen für die Gewässerbewirtschaftung und auch für mögliche Schadensfälle sind.

 

 Da die Genossenschaftssatzung aus dem Jahre 1995 in verschiedenen Punkten nicht mehr den derzeitigen rechtlichen Gegebenheiten entsprach, wurde über deren Änderung abgestimmt. Dazu wurde im Vorfeld eine Gegenüberstellung der bisherigen Satzung mit der beabsichtigten Änderung an die Mitglieder versandt, so dass bei der Besprechung in der Versammlung zügig über die Änderungen abgestimmt werden konnte. Die Auszählung der abgegebenen Stimmen erbrachte ein einstimmiges Votum für die Satzungsänderung.

 

Mit einem Hinweis auf verschiedene Veranstaltungen und den Termin für die nächste Generalversammlung schloss Wagner die Veranstaltung.

 

111 Generalversammlung

Fischwilderei und Verstöße gegen Tierschutz-und Fischereigesetz sind auch im vergangenen Jahr durch die amtlich bestellten Fischereiaufseher im Einzugsgebiet der Wörnitz-Fischereigenossenschaft festgestellt worden. Dies wurde anlässlich der 111 Generalversammlung der Wörnitz-Fischereigenossenschaft am 11.01.2019 in Rudelstetten berichtet.

 


 

Nach Begrüßung der Ehrengäste und der Genossenschaftsmitglieder, hält der Vorsitzende der WFG, Hubert Wagner in seinem Tätigkeitsbericht Rückschau auf das vergangene Jahr. Dabei hob er hervor, dass der Witterungsverlauf 2018 wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Hitze, Dürre Unwetter, ein Wetterrekord nach dem Anderen. Dies wirkte sich auch auf die Fischbestände aus. Bedingt durch hohe Wassertemperaturen über lange Zeiträume kam es zu erhöhtem Stoffwechsel bei den Fischen und sehr niederen Sauerstoffverhältnissen in den Gewässern. Dazu noch der Befischungsdruck durch Kormoran und andere fischfressende Vögel. Die Fische hatten es 2018 nicht leicht.

 

Nach dem Kassenbericht vorgetragen durch den Geschäftsführer, Herrn Heinz Dotzauer und dem Bericht der Kassenprüfer wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet.

 

Herr Kurt Strauß, Schriftführer der WFG, stellte die Fang- und Besatzauswertung der WFG vor.

Dabei konnte er eindrucksvoll darstellen, dass der Satz „Wer ernten will muss säen“ in der Fischerei so nicht anwendbar ist. Ausschlaggebend für einen guten, dem Gewässer angepassten, nachhaltigen Fischbestand ist nicht der Besatz sondern in erster Linie ein für die jeweilige Fischart geeigneter Lebensraum.

 

Die Verbesserung der Gewässerlebensräume ist auch Ziel der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Was diesbezüglich getan wird, erklärte Herr Krohn vom WWA Donauwörth, in seinem Vortrag zum „Umsetzungskonzept Wörnitz“.

 

Wie er ausführt, ist die Wörnitz ursprünglich ein Fließgewässer. Und, wie der Name sagt, sollte ein Fließgewässer fließen und sich durch die Fließkraft der Eigendynamik selbst entwickeln können.

 

 Diese Kraft wurde dem Fluss jedoch über Jahrhunderte hinweg entzogen und in den vielen Mühlen, Trieb- und Kraftwerken genutzt. So entstand aus dem Fließgewässer eine aneinander gereihte Kette von Staughaltungen.

 

Da der Rückbau der Wasserkraftnutzung derzeit nicht absehbar ist wurde ein Gewässerentwicklungskonzept entwickelt. Wie Herr Krohn erklärt ist dies ein Plan, der eine wünschenswerte Gewässerentwicklung unter optimalen Bedingungen beschreibt. Ziel ist ein Leitfaden für alle Tätigkeiten und Projekte, die im Bereich der Wörnitz zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) stattfinden. Dabei handelt es sich ausschließlich um kurz- und mittelfristig realisierbare Maßnahmen zur Aufwertung der Lebensräume.

 

Als Aufgaben für das kommende Jahr sprach Wagner zum Schluss noch die Überarbeitung der Genossenschaftssatzung und eine zeitgemäß Anpassung auch an die Datenschutzverordung an.

 

110. Generalversammlung


Anlässlich der 110. Generalversammlung am 12.01.2018 in Rudelstetten wählten die Mitglieder der Wörnitz-Fischereigenossenschaft ihre neue Vorstandschaft. Dabei wurden die alten Vorstände und Gewässerobmänner in ihren Funktionen bestätigt und wiedergewählt.

 

1.Vorsitzender: Hubert Wagner,

 

2. Vorsitzender: Erich Baumann;

 

 Geschäftsführer u. Kassier: Heinz Dotzauer;

 

Schriftführer: Kurt Strauß

 

Besatzobmänner: Hans Frieder Eberhard; Günther Feller; Alois Fink; Dieter Gottwald; Friedrich Wagner; Karl Ziegelmaier; Lorenz Zimmermann;

 

Kassenprüfer: Manfred Hippmann und Johannes Jeromin.

 

Schiedsgericht: Günther Feller, Gertraud Mährle; Franz Stimpfle

 

 

Die neu gewählten Vorstände u. Obmänner:

 

Von links nach rechts: Franz Stimpfle, Hubert Wagner, Kurt Strauß, Heinz Dotzauer, Hans Frieder Eberhardt, Karl Ziegelmeier, Gertraud Mährle, Alois Fink, Lorenz Zimmermann, Günther Feller, Erich Baumann. Es fehlt: Dieter Gottwald

 

Hubert Wagner begrüßte neben den sehr zahlreich erschienenen Mitgliedern auch  mehrere Ehrengäste. Neben dem stellvertr. Landrat, Reinhold Bittner und der  2. BM‘in Frau  Gertrud Jaumann aus Oettingen, waren auch, Herr Bernd Horst vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, der Fischereifachberater, Herr Dr. Oliver Born sowie Herrn Ulrich Krafczyk und Herr Feller vom Fischereiverband anwesend. Auch Herr Häfele vom Rieser Naturschutzverein war zugegen.

Der Vorsitzende stellte u. a. Herrn Andre Holzinger und Herrn Rainer Färber vor, die beim schwäbischen Fischereiverband einen Ausbildungskurs zum staatlichen Fischereiaufseher besuchten. Nach Ablegung einer Prüfung wurden sie von der Fischereibehörde, als Fischereiaufseher für das gesamte Genossenschaftsgebiet bestellt.